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Vor einigen Wochen hat mich Yasmin Sidibe angeschrieben, da sie ihre erste EP rausgebracht hat. Gerne wollte ich sie unterstützen und ein Interview machen. Nun haben wir es endlich geschafft, miteinader zu sprechen und ihr könnt in ihre Musik reinhören sowie ihre schönen Worte lesen.

❤ 🙂

(Werbung / unbeauftragt / unbezahlt / just support!)

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Eine aktivistische Vorstellungsrunde

Solidarisch zu sein, heißt auch, andere Perspektiven zu sehen, zu zeigen, sich zurückzuhalten, Privilegien bewusst zu nutzen und zu teilen, Menschen einzuladen, Plattformen zu öffnen und von anderen zu lernen. Deshalb möchte ich gerne einige Aktivist*innen vorstellen, die aus unterschiedlichen Erfahrungenszusammenhängen heraus agieren, damit ihre Perpsektiven mehr gehört, gesehen und verstanden werden- damit ihr bitte alle folgt und lest und unterstützt 🙂

Danke an alle, dass ich Fotos etc. benutzen durfte 🙂

Emilene Wopana Mudimu

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Emilene Wopana Mudimu, 27, Sozialpädagogin, Aktivistin und Poetry /Spoken Word Künstlerin, eigentlich Kölnerin seit zweianhalb Jahren ansässig in Aachen. Seit 8 Jahren tätig in der rassismuskritischen Arbeit und leitet seit ca. 5 Jahren gemeinsam mit ihrem Ehemann Sebastian Walter den KingzCorner    e. V. in Aachen, ein Jugendzentrum mit dem Schwerpunkt Medienpädagogik über das Medium Hip Hop. Bietet unter anderem Workshops/Vorträge zum Thema : Empowermentarbeit mit Schwarzen und of Color Menschen, rassismuskritische Trainings in open und safer spaces, Hip Hop-(Text-) Produktionsworkshop an. Ebenso arbeitet sie seit 5 Jahren zum Thema Black Hair Politics und Dekonstruktion von westlichen Schönheitsidealen.

Instagram: @black_is_excellence /

https://www.instagram.com/black_is_excellence/

@wopana.words / https://www.instagram.com/wopana.words/

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Was ist das denn jetzt eigentlich mit der Selfcare?

Letztens redete ich mit einer Freund*in über Selfcare uns sie fragte, was ist damit so ganz genau gemeint? Tja dachte ich, das ist gar nicht mal so einfach. Bewegt sich Selfcare doch in einem problematisch kapitalistischen Spannungsfeld und bedeutet oft nichts anderes, als Selbstoptimierung. Die viel beschworene Work-Life-Balance ist ja nichts anderes, als das man noch schön viel Yoga machen und teure Smoothies trinken soll, um einerseits dem System viel teures Smoothie Geld zuzuführen und sich selbst schön fit für die Arbeit zu machen. Denn bloß nichts an schlimmen Arbeitsverhältnissen ändern, lieber weiter arbeiten und noch ein bisschen leistungsfähiger werden. Nicht die Umstände sind das Problem, sondern du! Mach doch einfach mal ein bisschen Sport und meditiere, dann geht das Burnout weg und auch die Depression, no problem. Kauf dir vielleicht noch eine besonders gute teure Creme, denn Skincare ist Selfcare und Schönheit ist kein überhöhtes gesellschaftliches Konstrukt, sondern liegt eben auch in deiner Hand und zack bumm- alles wieder gut.

Okay, das klingt erstmal so, als sollte man das lassen, das mit der Selfcare. Für mich beinhaltet sie aber auch viel widerständiges Potential- man muss eben nur genau aufpassen, wie und warum.

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Non-heteronormative Befruchtung?!

Letztens habe ich mich beruflich über Befruchtung unterhalten. Ja! Und da wurde ich darauf aufmerksam gemacht, wie auch körperliche Vorgänge heteronormativ (und mega sexistisch!) erklärt werden. Heternonormativ meint eine gesetzte Normalität, in der es nur Mann und Frau (mit bestimmten Eigenschaften) sowie hetero-Begehren gibt. Da habe ich mich mal zurück erinnert, wie mir die Befruchtung durch Bücher und Filme als Kind erklärt wurde. Da fielen mir als erstes Bilder ein, die die Spermien zeigten, die ein Wettrennen machen, um in die Eizelle einzudringen. Aktive männliche Spermien also, die in die passive Weiblichkeit eindringen. Zack boom, Geschlechterklischee fängt schon im Körper an. Und klar, die Spermien könnten auch weiblich sein, aber sie kommen eben vom Mann und werden damit schon meist als männlich dargestellt. Hier ein kleines Beispiel vom Kinderkanal:

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Starting again… and again.

Ich schreibe Tagebuch seitdem ich 16 bin. Das Wort, das ich seit damals am häufigsten aufgeschrieben habe, ist „Kriese“ – der Rechtschreibfehler ist diesmal sogar absichtlich (ich weiß, ich mache generell viele, aber für Fehlerkontrollen ist mir meine Zeit einfach zu schade), denn ich weiß erst seit einigen Jahren, dass kein „ie“ in Krise steckt, obwohl das mehr Sinn machen würde, da man Krise ja auch mit langem „i“ spricht, oder? Aber egal, um die Schreibweise soll es hier ja nicht gehen, sondern um die Krise an sich. Also es an sich vielleicht auch nicht, denn es gibt ja sehr viele verschiedene Arten von Krisen. Meine sind meistens emotionaler Natur. Leider sind sie häufig mit Beziehungen verbunden; nich nur romantischen, aber vor allem. Mit Kontaktabbrüchen, Trennungen, Ablehnung. Meh, all dem Murks. Und dafür schäme ich mich oft, aber wisst ihr was, ich hatte in meiner Kindheit so viele Kontaktabbrüche und Einsamkeit um mich, dass es nicht verwunderlich ist, dass mir Beziehungen schwer fallen und deshalb werde ich jetzt einfach mal aufhören, mich dafür zu schämen. Bin ja alt genug. Also bisher manchmal nicht für weise Entscheidungen, aber wenigstens für mehr Selbstakzeptanz. Hoffe ich. Wird langsam. Starting again… and again. weiterlesen

What is Burlesque ?!

Vor einigen Wochen bekam ich eine Anfrage auf Instagram von Anna (https://www.instagram.com/anna_burlesque/), die mich darum bat, ein Interview mit ihr zu führen- und zwar zum Thema Burlesque. Da ich davon keine bzw. kaum Ahnung habe, fand ich es spannend und habe zugestimmt. Meine einzigen Assoziationen sind dieser Film mit Christina Aguilera und Cher, den ich irgendwann ausgemacht habe, da schlecht und langweilig (oder hab ich ihn gar nicht erst gesehen, keine Ahnung) und eine Burlesque-Show, die ich vielleicht so 2010 oder 2011 selbst besucht habe. Daran kann ich mich nicht so genau erinnern, da Gedächtnis wie Sieb und zugegeben, auch schon einige Jahre her. Was ich aber noch weiß: Ich fand es sehr angenehm, dass die überwiegende Zahl der Besucher*innen keine Cis-Männer waren. Zudem stand das Ausziehen gar nicht so sehr im Mittelpunkt, sondern vielmehr eine Erzählung und Witze zwischen Publikum und Darstellerin. Zudem gab es, meinem Eindruck nach, kein starres Script nach dem sich gekleidet wurde, wie in anderen Stripclubs. Kommt es zum Ausziehen wird oft doch eine sehr langweilige Schiene gefahren, die uns sagt, wie Sexualität zu sein hat- hohe Schuhe, große Brüste, schlanker Bauch, Tanga etc. Beim Burlesque hatte ich den Eindruck, dass die Performer*innen ihre eigene sexuelle Erzählung haben dürfen. Mit oder ohne Tanga.

 

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