Ein kurzer Rant!

Die gute Frau Schröter hat vor einiger Zeit eine Konferenz zum Thema Kopftuch organisiert. Nun gibt sie ein Interview in der taz, das den angeblichen Kampf, der jungen gegen die alten Feminist*innen (die alten benutzen das * nicht, oder?) voran treibt – die Jungen (nicht Jungen, sondern jungen Feminist*innen), das bin wohl auch ich, stellen sich gegen Alice Schwarzer. Warum? Weil sie es sich traut, offen über “den Islam” zu sprechen. Das sagt zumindest Schröter- und die Alice, die sagt es auch. Aber eh, nein. Das ist nicht der Grund. Der Grund ist, dass beide fleißig ihre Rassismen hegen und sich weigern, diese zu hinterfragen. Ah und, dass sich beide wohl mit den Umständen in diesem Land abgefunden haben. Dass sie das Patriarchat nicht mehr so schlimm finden, denn:

Nach 150 Jahren Frauenbewegung und der Etablierung der postkolonialen Theorie an den Universitäten haben sich die Machtverhältnisse fundamental geändert. In einigen Bereich dominieren Männer zwar noch, doch in anderen herrscht Gleichberechtigung und in wieder anderen lässt sich sogar eine Benachteiligung von Männern feststellen ­– wenn sie etwa bei Einstellungen per se ausgeschlossen werden oder nicht an Mentoringprogrammen partizipieren. Wir leben außerdem nicht mehr in Zeiten, in denen Rassismus salonfähig war. Was mich aber an der Figur des „alten weißen Mannes“ am meisten stört, ist die Stigmatisierung von Personen aufgrund von Dingen, die unveränderbar und der Person inhärent sind: Geschlecht, Alter und Hautfarbe. Das ist definitiv ein Merkmal des Rassismus.” (Schröter, taz)

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Das melancholische Mädchen.

Ich habe eine Anfrage bekommen, ob ich etwas über den Film „Das melancholische Mädchen“ schreiben möchte. Dass hat bei mir (jaja, schon wieder) eine innere Debatte darüber ausgelöst, ob und wie ich nun Werbung manchen will. Dazu habe ich nun zum Glück auch ein paar mehr Gedanken und konkrete Ideen für diesen Blog. Auch durch den Austausch mit der Regisseurin Susanne Heinrich, mit der ich im Folgenden ein Interview zu ihrem Film gemacht habe. Zur Transparenz: Es gab kein Geld und ich mache es als Support für einen Film und ihre Macher!nnen. Und auch, weil ich denke, dass der Film ein paar Leuten da draußen gefallen wird 🙂 Gerne hätte ich einige Fragen und Debatten noch vertieft, aber dies ist per Mail leider nicht ganz leicht. Trotzdem hoffe ich, dass sie verschiedene Denkprozesse anstoßen können.

Aber nun zum Interview mit Susanne:

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Like a Virgin!?

Bevor ich mich an den Artikel zum nicht vorhandenen Jungfernhäutchen setze, frage ich mich erstmal eins:

Jungfräulichkeit, was ist das eigentlich und woher kommt die Idee?

Das Wort Jungfrau stammt aus dem mittelhochdeutschen juncfrou(we) bzw. althochdeutschen juncfrouwa und bezeichnete eine junge Herrin oder ein Edelfräulein. Später wurde daraus allgemein ‘junges, sexuell unberührtes Mädchen’. Als jungfräulich für ‘unberührt, rein, frisch’“ (Wikipedia)

Also ich bin nicht mehr frisch und ihr vielleicht auch nicht. Naja, macht ja nichts- aber eigentlich kann Sex ja auch viel Spaß machen, deshalb frage ich mich schon, warum er eher mit Unreinheit verbunden wird als, sagen wir mal Gärtnern, Handwerken oder Backen? Zudem wird bei jeder Recherche deutlich, dass viele, die heute von Jungfräulichkeit sprechen, schnell das Klischee der bösen, zumeist muslimischen Familie herausgraben, die junge Mädchen! unter Druck setzt, dabei aber wie zufällig die christliche Kirche mit ihrer ewigen Jungfrau Maria oder Britney Spears, die in den USA uns auch hier lange als sexy Jungfrau (oi) vermarktet wurde, vergessen.

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Beyond Beautiful- eine kleine Buchrezension

Vor einigen Wochen bekam ich eine Anfrage, ob ich ein Buch geschickt bekommen möchte. Eh, klar 😉 Aber mir ist diese Bloggerwelt ja immer noch nicht so ganz geläufig. Also ja, was ist die Frage? Ich soll am besten etwas über das Buch schreiben, oder? Naja, also noch mal nachgefragt und einen netten Austausch gehabt. Ich kann etwas schreiben, muss aber nicht und darf alles sagen, was ich will. Na gut. Keine Bezahlung. Nicht so gut- könnte Geld gebrauchen, ist auch eine Menge Arbeit. Und ich bin mir immer noch nicht sicher, wie ich das mit der Werbung handhaben soll- auf jeden Fall aber transparent. Nun wisst ihr also Bescheid. Habe zudem eine kleine Umfrage bei Instagram gemacht und da 95% aller befragten gerne etwas über das Buch wissen wollten und es mir dann auch ein bisschen Spaß gemacht hat, zu stöbern, folgt nun eine kleine Rezension von: Beyond Beautiful / Autorin: Anuschka Rees. Illustrationen: Marina Esmeraldo (so auch dieses GIF). / Dumont Verlag.

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Eifersucht?! Beziehungen und so.

In letzter Zeit beschäftige ich mich viel mit dem Thema Eifersucht bzw. mit den verschiedenen Ansprüchen an Beziehungen. So steht einerseits die Kritik an der heteronormativen Zweierbeziehung und zum anderen der Anspruch an sexuelle Offenheit und die Absage an Eifersucht. So kann ich zumindest den Druck in meinem Kopf beschreiben, wenn es um das Thema geht. Einerseits möchte ich Sicherheit und bloß keine sexistische Scheiße erleben, andererseits möchte ich nicht, dass Sex immer nur mit sexistischer Scheiße besetzt- sondern offen und schön ist. Auch in Hetero-Beziehungen. Also was tun? Kann man da überhaupt etwas tun?

Ich habe mich letztens an eine Szene aus meiner Jugend erinnert. Ich komme um 17 Uhr aus der Schule, mache mir einen Cappuccino mit Milka oder Toblerone Geschmack (Pfui) und schalte Pro7 ein (noch mal Pfui) .Taff. Ich bin 16 oder 17. Auf dem Fernseher läuft ein Beitrag über Männer, die in Klappstühlen am Strand sitzen mit einem Bier in der Hand und einem albernen Strohhut auf dem Kopf, um den sie noch eine Plastikblumenkette in Deutschlandfarben gewickelt haben. Gegenüber von ihnen stehen 5 Frauen, die sich erst gegenseitig bewerten (Platz 1 bis 5) und dann von den Männern bewertet werden, die dann ihre eigene „Reihenfolge“ festlegen. Dabei fallen oft Begriffe, wie „süße Häschen“, „zu specki specki“oder „dein Hintern war einfach zu flach“. Es gibt mehrere Runden. Busen, Beine, Po und Intelligenz. Ich habe sogar ein Video bei YouTube gefunden, also teilt gerne meine Sozialisation mit mir:

(Ok, das mit den Strohhüten und dem Bier habe ich wohl dazu gedichtet oder es war in einer anderen spannenden Episode dieses wundervollen Formats)

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