A Little Flirt Guide (for dudes)

Ich war auf vielen Dates. Einige waren sehr schön. Einige so gar nicht. Ich hatte ein paar Beziehungen. Manche waren sehr schön, andere so gar nicht. Die, die nicht schön waren hatten eins gemeinsam: Sexismus! Übergriffigkeit und mackrige Scheiße. Und da wenige Cis-Männer sich von sich aus mit ihrem eigenen Verhalten auseinandersetzen wollen, zumindest nicht auf einer Ebene, die über ein bisschen Theorie-Blabla, ich bin Feminist, mmh, Sexismus schlimm schlimm, ja klar, hinausgeht und wirklich versuchen, sich mit eigenen Verhaltensmustern und Emotionen (!) auseinanderzusetzen, mache ich das mal. Um den Prozess etwas anzukurbeln. Ist nicht meine Aufgabe, aber well.. bisschen Menschen auf Verantwortungen aufmerksam machen, kann ja nicht schaden. Vielleicht haben wir dann alle schönere Dates. Wäre ja was. Deshalb folgt nun ein Flirt-Guide für hetero cis-Männer. Andere dürfen den natürlich auch lesen, aber ich wende mich tatsächlich an cis-Männer, die trans oder cis Frauen (also Frauen, aber vielleicht auch INTA*) daten, also Menschen, die unter Sexismus leiden und eben etwas mit Dudes zu tun haben, datingwise. Auch hier soll gesagt sein, dass jedes beschriebene Verhalten in allen Datingkontexten vorkommen kann, auch wenn es keine Cis-hetero-Personen sind- patriarchal erlernte Verhaltensweisen und neoliberale Autonomiedogmen gibt es überall. Naja. Trotzdem sehe ich die Quelle und die meisten Widerstände gegen Veränderung in männlich erlernten Verhaltensmustern. Könnte übrigens alles etwas wütend werden. I hope you don`t mind. Paar gute Tipps gibt es auch, denke ich 🙂

Also here it comes:

Flirt Guide für kritische Männer (LOL)

Don’t be a dick / hinterfrage deine Männlichkeit

Nichts gegen Penisse, das ist metaphorisch gemeint, aber ernsthaft! Das klingt leicht, aber ist es anscheinend nicht. Sei freundlich, spiele keine Spiele, mach dir über die andere Person Gedanken und versuche, kein Arschloch zu sein, das sich fies und abwertend gegenüber anderen verhält. Zudem ist es wichtig, die eigene erlernte Männlichkeit zu hinterfragen. Fühle ich mich männlicher, wenn ich mit vielen Frauen schlafe? Bin ich dann cooler? Wenn ja, was sind Frauen dann für mich? Menschen oder Vulven? Spreche ich über meine Gefühle, übernehme ich Verantwortung für soziale Situationen, mache ich mir über die Gefühle anderer Gedanken, wie viel Sprechraum nehme ich ein, wie viel rede ich nur über mich selbst, werte ich die Wünsche der anderen Person ab, wie Spreche ich über Körper, vergleiche ich Frauen miteinander, setze ich sie in Konkurrenz, habe ich mal über meine Sexualität nachgedacht, weiß ich, was ich von anderen möchte… etc. Just try!

Flirte dialektisch

Ok, dialektisch ist nicht ganz das richtige Wort, aber auch die Theoriemacker sollen dran bleiben und die stehen auf Name- and Worddropping – also im vereinfachten Wortgebrauch, flirte im Dialog.

Ich flirte z.B. gerne, wenn jemand darauf achtet, wie ich mich verhalte. Schaue ich auch? Lächel ich zurück? Ah cool. Vielleicht können wir miteinander reden. Schaue ich auf den Boden, lächel ich nicht, wende ich mich ab: Dann lass mich in Ruhe! Das klingt logisch, scheint es aber nicht zu sein, denn viele machen einfach weiter oder betrachten einen, wie ein Stück Flesich (oder Tofuwürstchen, viele sind ja vegetarisch) auf dem Grill, konsumierbar, Reaktionen egal, starren, starren starren. Eklig.

Schauen, zurück schauen, lächeln, lächeln, das ist hingegen ganz schön. Ein „Nein“ auch schon bei aktivem Ignorieren akzeptieren, ist unerlässlich. Denn ich bin kein Fleisch, sondern Mensch.

Auch im Kontakt ist es nett, abwechselnd zu interagieren. Schreibt die andere Person mir? Vielleicht schreibe ich dann auch mal als erstes. Hat die Person ein Treffen vorgeschlagen, schlage ich vielleicht eine Aktivität vor usw. Überlasse die ganze Arbeit nicht der anderen Person, sondern achte auf Beidseitigkeit.

Beim Flirten gibt es manchmal die, die einen die ganze Zeit bedrängen und die, die gar nichts tun. Dass ersteres absolut zu unterlassen ist, muss ich wohl hoffentlich nicht erklären, aber ganz passiv zu sein, ist auch schwierig. Dann muss ich die ganze Arbeit machen und begehrt zu werden ist natürlich auch schön. Ist ein schwieriges Thema, weil man eben Üergriffigkeiten vermeiden will, aber man kann ja versuchen, es gut zu machen und auszuprobieren. Deshalb finde ich auch hier wieder Gegenseitigkeit ein ganz gutes Parameter. Berühre ich dich am Arm, kannst du es vielleicht auch mal machen oder andersrum. Höre ich dann auf, hören wir vielleicht beide auf. Bin ich sehr zugewandt oder nicht? Sitze ich nah bei dir oder weit weg? Annäherung im Dialog kann vielleicht ganz gut funktionieren. Und im Zweifelsfall immer fragen.

@cplu

Damit kommen wir auch gleich zum nächsten Punkt:

Care Arbeit

Diese gibt es nicht nur in WGs, Beziehungen und Familien. Es gibt sie auch in Freundschaften, auf Dates und  in One Night Stands. Damit meine ich in diesem Fall die emotionale (!) Care Arbeit. Ja die ist auch bei einmaligen Treffen wichtig. What? Aunfeinander achten und schauen, dass es allen beteiligten gut geht, ist eine der wichtigsten Voraussetzungen in jedem Dating Kontext. Und wie findet man das raus? Richtig! Indem man miteinander spricht. What? Ja! Das könne viele Cis-Dudes so gar nicht – vor allem nicht, wenn es doch nur um „Spaß“ geht. Tja, du pass mal auf, „Spaß“ hat man eben nicht, zumindest nicht beide, wenn man nur auf seine eigenen Bedürfnisse achtet und die der anderen Person ignoriert. Wenn man nicht mal fragt oder den Raum für Kommunikation eröffnet, wird man leider nicht wissen, was die andere Person will. So kann man herausfinden, ob die andere Person ok mit einem One Night Stand ist (viel netter, das vorher abzuklären, anstatt einfach cool zu schweigen und sich dann nicht zu melden und zu meinen, war doch klar, dass das nur einmalig war. Here are some news: Das ist nicht klar, wenn niemand jemals etwas sagt. Wenn man nichts sagt, ist überhaupt nichts klar.), man kann auch herausfinden, was die andere Person sexuell mag, ob sie sich wohl fühlt, ob sie aufhören oder weitermachen möchte und man übernimmt Verantwortung für die Situation, in der man sich befindet.

Auch in anderen Datingkontexten oder Beziehungen, ist es wichtig, nicht der anderen Person alles zu überlassen. Denn wenn du dich nicht fragst, wie man Situationen gut gestaltet, wie sich alle wohl fühlen, wer welche Bedürfnisse hat, then guess what, die andere Person muss es dann für dich übernehmen. Denn es läuft nicht „alles von selbst“- soziale Interaktion wird aktiv gestaltet. Wer fragt, wer schlägt etwas vor, wer trifft sich wie wann wo. Kümmer auch du dich darum!

Denke über die Gefühle der anderen Person nach. Klingt einfach, scheint es nicht zu sein. Viele Typen wollen eine emotionale Tankstelle: Kuschel mich ein bisschen, schlaf mit mir, hör mir zu, wenn ich mich über meine Masterarbeit beklage, aber ey, bloß keine Beziehung und mach keinen Stress, frag mich nicht was ich will, Label sind ja voll bürgi. Alter, „bürgi“ ist keine inhaltliche Kritik für irgendwas, sondern deine billige „Excuse-Card“ mit der du die Wünsche der anderen Person nieder machst und die emotionale Macht behältst. Menschen haben unterschieldiche Wünsche und Bedürfnisse, das ist ok. Danach muss man fragen, darüber muss man reden und dann muss man schauen, ob es passt. Für One Night Stand, Dating, Affäre oder Beziehung oder whatever you want. Just make sure, the other person wants it too.

Damit zum nächsten Punkt.

@jerseydemic

Mach dir klar, was du willst – frag die andere Person, was sie will

Das weiß man nicht immer, ist ok. Das kann man nicht immer beantworten, fein. Aber darüber nachdenken kann man halt schon. Immer wieder in konkreten Situationen und allgemein. Man kann es auch zusammen rausfinden, aber es zählt halt leider nicht, wenn man „immer einfach mal so macht“ und „dann mal sieht“- das geht vielleicht, wenn beide oder alle das so sehen. Aber wenn man sich darauf einigt, hat man halt auch schon mal nachgedacht, und WEIß ganz konkret, dass man „mal schauen“ will. Obwohl ich persönlich nicht weiß, was das heißen soll. Naja egal.

Menschen wollen unterschiedliche Dinge. Manche daten poly, manche offen, manche monogam. Das kannst du kritisieren so viel du willst, aber du entscheidest eben nicht alleine, welche Form darunter für andere richtig ist und aus welchen Gründen. Manche haben ein hohes Sicherheitsbedürfnis, manche nicht. Manche haben gerne Sex mit vielen Menschen, andere nicht. Wer mit wem Sex hat, ist auch nicht das Wichtige, sondern wie machtkritisch, liebevoll und offen man miteinander umgeht. Offene Beziehungen befreien dich nicht davon zu reden und Verantwortung zu übernehmen. Es gibt keine Form, in der es keine Verletzungen gibt, die per se schon politisch korrekt ist oder in der alles easy ist. Andere Menschen verdienen Care Arbeit!! Egal in welcher Konstellation- gerade wenn sie unter Sexismus (und natürlich anderen Diskriminierungsformen) leiden.

Also bitte, tu mir den Gefallen und lass mich nicht rausfinden, was du willst und wie du mit anderen umgehen magst. Finde das für dich selbst heraus. Frag mich, was ich will, nimm es ernst und lass es zählen.

@gifnews

Werte andere nicht ab

Mir ist es schon dutzende Male passiert, dass Typen Dinge sagen wie: „Was, du willst eine monogame Beziehung und meinst, du wärst Feministin?“ oder nach dem aufmerksam machen auf Sexismus: „Dein hinterwäldler Feminismus ist wohl aus Mannheim. Ich habe ja ganz andere Feminismsen an der Uni Frankfurt kennengelernt.“  – eh ja, meine aktuelle Beziehungsform oder mein Wunsch danach macht mich nicht zur Nicht-Feministin, aber diese Aussage macht dich definitiv zum pseudofeministischen Arschloch und zur anderen Aussage kann ich mich nach wie vor nicht entscheiden, ob ich lachen, weinen oder zuschlagen soll. Sorry, but it is true. Das Einizige, das man mit so Aussagen tut, ist es, eine weibliche Person abzuwerten, ihr ihre Wünsche abzusprechen und sich über sie zu stellen, Sexismus zu ignorieren. Just fucking dont`t.

Wenn eine andere Person nicht das gleiche will wie du, dann heißt das erstmal nichts, außer dass es dann vielleicht nicht passt und ihr andere Bedürfnisse habt. Diese Bedürfnisse dürfen nebeneinander exististieren und gehören nicht abgewertet. Wenn eine weibliche Person dich auf Sexismus aufmerksam macht, hör halt einfach mal zu und halts Maul oder Frage nach oder sprich respektvoll und argumentativ mit mir. Ok? Ok.

Mehr muss ich dazu hoffentlich nicht sagen.

Frage nicht nach sexistischen Erlebnissen

Einer der Gründe, warum ich mir eine monogame Beziehung wünsche ist, dass ich keinen Bock mehr auf Sexismus hab. Ich will nicht mehr daten. Ich will keine Typen mehr kennelernen und mit ihnen schlafen. Ich will keine übegriffigen Situationen mehr erleben. Ich will mich sicher mit jemandem fühlen, Respekt und Anerkennung erfahren, ernst genommen werden, schönen aufregenden Sex haben, ohne ekelhafte Dauersexualisierung. Cis-Männer zu daten ist kein „Spaß“, Dick-Picks, Beleidigungen und emotional unerreichbare Dudes sind nicht locker lustig, sondern zum kotzen. Daten macht mir nur noch selten Spaß (ok manchmal, wenige sind cool), aber oft eben gar nicht. Ich möchte jemand, der meine diskriminierenden Erfahrungen ernst nimmt und sieht, nicht wiederholt. Wenn ich das aber sage, also z.B. wenn ich mit jemadnem schreibe oder auf ein Date gehe, also wenn ich sage, „ich date nicht so gern, es ist sehr anstrengend für mich“, dann werde ich andauernd gefragt: „Hä? Warum. Ist doch geil mit uns.“ „Naja Seximsus sage ich dann. Nicht so geil.“ Die Antwort ist jedes Mal: „Erzähl mal. Was war denn dein schlimmstes Erlebnis?“

Ich weiß gar nicht was ich dazu sagen soll. Ich mein, ich frag ja auch nicht einfach mal so nach dem schlimmsten Unfall den jemand hatte, nach der fieseten Krankheit, dem schlimmsten Pickel oder der dem letztn Todesfall im Bekanntenkreis. Erzähl mal.

Es ist undurchdacht, unempathisch, ekelhaft und absolut daneben. Frag Menschen nicht aus dem nichts nach ihren Diskriminerungserfahrungen, it`s not a porn. Und informier dich über Sexismus. Das ist nicht so schwer. Deine Aufgabe!

Nein heißt nein – ich habe einen Freund heißt nein etc.

Wenn du mit jemandem schlafen, ausgehen oder einfach jemand ansprechen willst, dann akzeptiere ein „Nein“! Und es gibt viel, das „Nein“ bedeuten kann. Z.B. Ich habe einen Freund. Und nein, die korrekte Antwort darauf ist nicht: „Na und? Führt ihr so eine spießige Beziehung“ (ja, auch das ist wirklich passiert), denn es geht dich nichts an, was für eine Beziehung ich führe, es ist übergriffig und abwertwend und übergeht ein „nein“.

Auch „nein“ bedeuten kann: „Ich weiß nicht, lieber nicht, unangenehmes Schweigen, aus dem Weg gehen etc.“

Akzeptiere das!

@jerseydemic

Ja heißt ja. Frag nach Konsens!

Damit die andere Person „Ja“ sagen kann, muss man fragen. Auch hier heißt es wieder: Sprechen ist Gold, Schweigen ist Bullshit. Konsens heißt gegenseitiges Einverständnis und kann in vielen Situationen eingeholt werden. Beim Küssen, beim Rummachen, bei Penetration, bei Berührungen etc. Konsens vermeidet nach Möglichkeit Übergriffe und Unklare Situationen.

Aber wie kann ich nach Konsens fragen oder auf diesen achten?

  1. Auf die Körpersprache der anderen Person achten. Küsst die Person zurück oder wehrt sie ab, berührt sie dich ab und zu, lächelt sie, geht sie auf Signale ein, fasst sie dich beim Sex etc. auch an usw.
  2. Da das aber nicht immer eindeutig ist: Frag, ob Dinge ok sind.
  3. Sagen, dass man keinen penetrativen Sex (o.ä.) haben muss und sich Zeit lassen kann.
  4. Fragen was gefällt und was nicht?
  5. Fragen, ob die andere Person Lust hat.
  6. Sagen, dass ein “Stop” jederzeit ok ist und gehört wird.

Du hast kein Recht auf andere Körper

Auch wenn ihr schon Sex mit einer Person hattet, ist es wichtig weiter nach Konsnes zu fragen. Auch wenn du „extra“ vorbei gekommen bist, auch wenn ihr „nur“ eine Affäre habt, hast du kein Recht auf irgendeine Art von Körperlichkeit. Ich war z.B. schon in einer Situation, in der ich gemerkt habe, dass ich keinen Sex irgendeiner Art möchte und sagte: „Ich glaube, ich fühle mich heute nicht wohl, wenn wir miteinander schlafen.“ Die Antwort war leider nicht: „Klar, kein Thema.“, sondern „kannst du mit dann wenigstens einen blasen? Warum bin ich sonst hergekommen“ Seriously! Und ja, vielleicht war das eins der schlimmen sexistischen Erlebnisse, die dich nichts angehen, random Tinder Dude.

Also: Du hast nie das Recht darauf mit irgendwem irgendwas zu tun!

 

Vergleiche nicht mit anderen Frauen, rede nicht andauernd über andere Frauen

Eine andere Sache, die oft passiert, sind Komplimente wie: „Du bist so viel interessanter, schöner, klüger oder sonstwas als andere Frauen.“ Glaub ja nicht, dass das eine coole Art ist. So reporoduzierst du einfach die ständige Konkurrenz, in die Frauen zueinander gesetzt werden. Ich will vielleicht toll gefunden werden, aber ich muss nicht besser sein als „andere Frauen“. Ich will überhaupt nicht als andauernder Vergleich zu anderen Frauen gesehen werden. Mein Arsch und meine Brüste übrigens auch nicht. Also hör auf diesen beschissenen Sexismus zu reprodzieren.

Ein anderes großes „No Go“ sind Vergleiche, um emotionale Distanz zu schaffen. So z.B. auf einem Date sagen: „In die Verkäuferin könnte ich mich verlieben. Hot.“ (auch wirklich pssiert) oder „Ich treffe morgen meine Ex-Freundin. Mal sehen, ob wir noch mal Sex haben:“ (auch wirklich passiert) -> Wenn du also so viel emotionale Distanz brauchst, dass du mir oder anderen ständig das Gefühl geben musst, dass du alle alle Frauen auf dem Schirm hast, ihnen hinter her siehst, auch wenn ich neben dir stehe, die ganze Zeit Sex haben willst und deutlich machen musst, wer hotter ist als das Date neben dir, um zu zeigen, dass du ungebunden und emotional nicht verfügbar bist, wenn du so abwertend und unempathisch bist, so viel emotionale Überlegenheit brauchst, geh nicht auf Dates. Sondern in die Therapie. Ernsthaft.

@studiosoriginals

Exotisiere nicht / Sei nicht rassisitsch (TW)

Hier kann ich nicht von mir und möchte nicht für andere sprechen, aber ich denke, dass es trotzdem sehr wichtig ist, zu erwähnen, dass Frauen keine exotischen Wesen sind. Nicht die mit roten Haaren und auch nicht BIPOC*. Gerade in der Linken finden u.a. Antideutsche Jüd*innen besonders interessant (das ist nichts als Othering und Philosemitismus), Menschen mit türkischer Familiengeschichte werden gefragt, ob sie Kurd*innen sind, weil das ist ja besonders spannend ist und mit einer Schwarzen Frau zu schlafen, wäre ja auch mal was, ah und Asiat*innen sind auch sehr heiß.

Wenn du also deinen Sexismus hinterfragst, bitte schließe Rassismus und Fetischisierung gleich mit an! Menschen sind nicht exotisch! Und sie sind nicht dafür da, dass du einteilst, was du interessant und geil findest. Nicht dafür in Kategorien gesehen und begehrt zu werden.

Respektiere die Vergangenheit des anderen Körpers

Zum letzten Punkt und denen davor gehört es, zu verstehen, dass viele Menschen ungute Erfahrungen mit Sexualität haben. Auch werden viele weiblich gelesene Personen auf Grund ihres Körpers beleidigt. Zu dick, zu dünne etc. Vielleicht weißt du nicht von Anfang an, ob das dem Gegenüber passiert ist, aber sei dir bewusst, dass dem mit hoher Wahrscheinlichkeit so ist/sein könnte.

Das heißt:

Sei einfühlsam

Es ist auch deine Aufgabe zu verstehen, wie andere sich fühlen. Punkt.

Frag dich, wie die andere Person sich fühlt und was sie möchte

Wenn du jemand kennenlernst, frage dich nicht nur, was du willst, sondern auch wie die andere Person sich wohlfühlen würde, was sie denkt, möchte oder sich wünscht.

Frag auch die andere Person konkret

Was möchtest du? Was wünschst du dir? Welche Beziehungs- oder Datingform ist für dich momentan passend?

Interessiere dich. Denk nicht einfach, „das ist glaub ich schon ok für sie.“ Konsens gibt es nicht nur während dem Sex.

Du darfst trotzdem aktiv sein

Übergriffe vermeidet man nicht, in dem man ganz passiv wird. Interesse zu zeigen, kann trotzdem schön sein. Flirten auch. Wenn man eben auf Konsens und Signale achtet.

Sei zuverlässig

Schreib zurück. Und wenn du nicht willst, dann sag das. Spielchen, Unerreichbarkeit und emotionale Macht sind nicht cool, sondern peinlich. Grow up!

Sei emotional

Jep! Frag dich nach deinen eigenen Emotionen, beschäftige dich mit deinen Emotionen, fühle deine Emotionen. Je mehr du das machst, desto weniger Frauen müssen deinen emotionalen Balast für dich tragen.

Date Menschen, die das gleiche wollen, wie du

Das kann tricky sein. Hatten wir ja schon, wissen nicht alle. Aber manche eben doch. Letztens habe ich mit jemandem geschrieben, der cool wirkte, aber es war schnell klar, dass die Person etwas „Lockeres“ (whatsoever) will und ich nicht. Ok. Easy. „Tschüss“ gesagt „Alles Gute“ gewünscht, weil ich weiß eben mittlerweile, was ich will und hab keinen Bock mehr 100 Jahre in irgendwelchen Affairen rumzueiern. Aber andere können das ja machen. No Problem. War auch alles ok, aber dann bekam ich alle paar Tage neue Nachrichten. Irgendwann fragte ich, warum die Person mich unbedingt treffen will, wenn das doch eher Drama werden könnte (eine Person will „mehr“, die andere nicht und schon hat man den Salat). „Ist doch aufregend, Drama“, sagte die andere Person.

Drama ist nicht aufregend

Auch hier bitte ein bisschen Machtkritik. Drama ist vielleicht aufregend für die Person, die emotional unbeteiligt ist, nichts festes will, nicht verliebt ist etc. Wenn sie überlegen ist. Für die andere Person heißt das: Städnig ein unerfüllter Wunsch. Liebeskummer usw.

Drama ist nicht so spannend auf der „anderen“ Seite.

Wenn ihr also nur etwas bestimmtes wollt, fragt die andere Person und seid auch klar. Es zählt auch nicht zu sagen: „ich hab doch immer gesagt, ich will keine Beziehung, also was willst du jetzt?“, obwohl man jeden Tag bei der Person abhängt, mit ihr schläft, ausgeht, redet, Dinge teilt usw. Wenn euer Verhalten nicht euren Worten entspricht, denkt darüber nach. Nutzt es nicht aus, wenn jemand euch mag. Natürlich ist die andere Person nicht total machtlos und kann selbst entscheiden, aber wie ich schon beschrieben habe, werten viele die Wünsche von weiblichen Personen ab und verunsichern sie so und machen dann halt ihr Ding. Das kann man vermeiden. Und auch wenn ich mich da wiederhole: Indem man Bedürnisse abcheckt, ernstnimmt, auf Gefühle achtet, empathisch und liebevoll ist und vor allem REDET!

So das war es erstmal. Natürlich könnte man hier bestimmt eine Menge ergänzen- andere haben ja schließlich andere Erfahrungen und Perspektiven. Fühlt euch (FLINTA* !!- nicht Cis-Männer, die diese Erfahrungen auch für sich claimen wollen) eingeladen, zu ergänzen und diesen Guide als offenes Pojekt zu sehen, das ich gerne weiterführe. Schreibt mir einfach eine Mail oder kommentiert.

So long ❤

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Quellen:

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