Period Pain

Let`s talk about Period Pain. Denn manchmal ist es leichter zu wissen, woher Schmerz kommt, um ihn auszuhalten. Ich wusste bis vor kurzem nicht, dass Kreuzschmerzen mit der Periode in Zusammenhang stehen können. Vielleicht auch, weil wir uns im Allgemeinen wenig austauschen. In unserer Gesellschaft ist nichts so verschrien, wie das „Jammern“, außer vielleicht „needy“ zu sein oder in irgendetwas zu versagen. Aber auch wenn es nerven kann, wenn Menschen über alles Jammer, sollten wir aufhören, Schmerzen und negative Gefühle in uns zu behalten. Immer raus damit. Auch mit den Periodenschmerzen. Geteiltes Leid ist halbes Leid, zumindest manchmal. Zumindest dann, wenn mir jemand sagt: „Hey, das habe ich auch oft. Ich mache dann xy“ und taddaaa, ich bin nicht mehr so alleine und habe eventuell sogar einen Tipp, was ich gegen bestimmte Schmerzen tun kann. Super! Und wenn Menschen, insbesondere Männer* nichts vom Monatsblut wissen wollen, gilt sowieso immer Folgendes:

Das Wort Menstruation kommt aus dem lateinischen und steht für Mens, also Monat. Der Zyklus von Menschen mit Periode geht ca. 28 Tage, obwohl dies nur ein Richtwert ist. Einmal monatlich (zumindest theoretisch- bei vielen Menschen setzt die Blutung längere Zeit aus oder ist sehr unregelmäßig) wird die Gebärmutterschleimhaut abgestoßen. Kurz vorher kommt es häufig zu Beschwerden, wie z.B. Stimmungsschwankungen. Dann spricht man von PMS. Doch auch während der Periode kann es zu verschiedenen Unannehmlichkeiten kommen. Los gehts:

  1. Rückenschmerzen 

Es kann passieren, dass Schmerzen im Kreuz- und Lendenwirbelbereich während der Periode auftreten. Wir vermuten häufig, dass diese von anderen Belastungen, wie PC Arbeit oder zu wenig Sport kommen. Weniger bekannt ist, dass sie durchaus mit der Periode zusammen hängen. Unsere Gebärmutterschleimhaut verabschiedet sich nämlich  nicht einfach so aus unserem Uterus, sondern wird begleitet von Kontraktionen, bzw. einem Zusammenziehen der Gebärmutter, welche als schmerzhaft empfunden werden kann. Zudem kann dieses zu Verspannungen führen, die sich bis in die untere Rückenmuskulatur ziehen. Diese können natürlich durch Stress etc. verstärkt werden, genau wie die meisten anderen Schmerzen.

Ich selbst leide häufiger unter extremen Rückenschmerzen im Kreuzbereich. Allerdings wirklich nur während meiner Periode. Meist auch nur an einem Tag. An diesem benutze ich dann Wärmecreme, die mir sehr gut hilft. Eine Wärmflasche etc. sind natürlich auch möglich. Auch entspannende Bewegungen, die den Rücken entlasten, wie beispielsweise beim Yoga können hilfreich sein. Hab ich aber zumeist keine Lust drauf 😉 Vor allem, da ich weiß, dass der Spuk nach einem Tag eh aufhört und ich lieber Sport mache, wenn ich keine Schmerzen habe.

2. Krääämpfe

Wie wir schon wissen, führen Kontraktionen in der Gebärmutter zu Verkrampfungen und somit auch zu Schmerzen im Unterleib. Dabei spielen auch Hormone eine Rolle, z.B. Prostaglandine. Dies sind Gewebshormone, die sich in der Gebärmutterschleimhaut bilden. Je höher der Prostaglandinspiegel, desto stärker fallen die Kontraktionen, also auch unsere Schmerzen aus. Grund für einen hohen oder tiefen Prostaglandinspiegel ist der Stoffwechsel. Wirklich etwas tun, kann man also nicht. Es kann jedoch helfen, Stress zu vermeiden. Auch Wärme, Massagen, Entspannungsübungen oder Schmerzmittel können Linderung verschaffen.

Und der beste Tipp, den ich jemals bekommen habe:

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Mach diese Übung und halte sie, bis es besser wird!

3. Durchfall

Lies hier:  https://littlefeminist.blog/2018/01/19/period-pain-and-intestinal-fun/

4. Stimmungsschwankungen…meh!

Um mal eins vor weg zu nehmen, ja man kann Stimmungsschwankungen während oder vor der Periode bekommen. Das heißt aber nicht, dass Menschen, die nicht ihre Periode bekommen, deshalb niemals Stimmungsschwankungen hätten!!!Oder dass Frauen* unzurechnungsfähig wären und Männer* immer nur rational.

Googelt man das Phänomen, gibt es hundert verschiedene Antworten. Diese reichen von „es gibt keine Stimmungsschwankungen auf Grund der Periode“ bis „Frauen heulen und schreien sobald sie ihre Tage kriegen“. Tja, kann ich auch keine Antwort drauf geben, aber Letzteres ist auf jeden Fall Quatsch. Ich merke schon, dass ich manchmal emotionaler sowie grummeliger werde und keine Begründung dafür finden kann. Sehe ich dann Blut, denke ich: „Aha“. Hilft mir dann manchmal, meine Emotionen nicht allzu ernst zu nehmen. Dazu muss man aber sagen, dass ich eh sehr emotional bin und wer weiß, ob das nicht auch eine große Rolle spielt.

Wie dem auch sei, wichtig ist es, dass es ok ist, Stimmungsschwankungen auf die eigene Periode zu schieben. Wenn andere das tun: Uncool! Es erscheint schon logisch, dass hormonelle Schwankungen (der Zyklus ist einfach ein Hormonmonstrum) zu Stimmungsschwankungen führen können. Hormone und Stimmungen hängen ja eng zusammen. Aber ALLE Menschen haben Hormonschwankungen und Männer* können genauso weinen, lachen, wütend oder emotional sein wie Frauen*. Und manchmal gibt es dafür im Außen keinen akut rationalen Grund.

5. Kopfschmerzen und Migräne

If you have it, you’re fucked. Ich hatte jahrelang Migräne während meiner Periode. Seit ich die Pille nicht mehr nehme, habe ich damit zum Glück kein Problem mehr. Generell kann es während des Zyklus zu Kopfschmerzen kommen, da der Östrogenspiegel zum Beginn der Periode sinkt. Diese Veränderung kann zu Schmerzen führen. Wenn diese besonders stark werden, kann dies außerdem zu Übelkeit und Schwindel führen.

Ich habe leider nie eine Methode gefunden, die mir hilft, außer Schmerzmitteln und feuchten Tüchern im Nacken und auf der Stirn. Nicht sehr hilfreich. Ich weiß. Sorry.

6. Heißhunger

Yass! Während nach und vor der Periode. Also immer eigentlich 😀 Nein, ich merke manchmal schon, dass ich extrem viel esse und mich wundere, warum ich immer weiter essen könnte. Manchmal liegt das eben an der Periode. Manchmal auch nur daran, dass ich essen liebe!

In den Tagen vor der Periode werden die Endorphine und andere Glücksbotenstoffe gehemmt bzw. gehen zurück. Vielleicht wollen wir also nur unsere gute Laune zurück. Viele Internetseiten geben den Tipp nur ein bisschen Schokolade zu essen, damit man sich die „Figur nicht versaut“. Ich sage: „Fuck it! Just eat and have some fun!“

7. Müdigkeit

Unser Körper hat mir der Periode ganz schön viel zu tun. Der Hormonspiegel verändert sich, die Gebärmutterschleimhaut wird abgestoßen und wir bluten! Es ist also nicht verwunderlich, dass man sich müde oder schlapp fühlt.

Also nicht stressen. Pausen machen und nicht immer alles schaffen und machen wollen. No one can pour from an empty cup! Gönnt euch Ruhe und Selfcare. Auch so. Immer, wenn ihr es braucht!

Also schaut mal, welche Symptome ihr wann wie oft spürt. Und am wichtigsten: Tauscht euch aus! So könnt ihr auch rausfinden, welche Anzeichen „normal“ sind und wann es sich lohnt, zur Ärzt*in zu gehen.

Byyyyyeeee!

 

 

 

 

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